fbpx
Koinamen und was dahinter steckt

Koinamen und was dahinter steckt

Der angehende Koiliebhaber wird schon sehr bald mit vielen, ihm zunächst unbegreiflichen Namen konfrontiert. Viele Menschen ha­ben eine große Antipathie gegen Namen und besonders gegen kom­plizierte, ausländische Namen.

So sträuben sich viele Aquarianer wis­senschaftliche Namen für ihre Zierfische und Wasserpflanzen zu ge­brauchen. Sie sind der Meinung, mit deutschen Namen auszu­kommen. Das führt leider immer wieder zu großen Irrtümern und Mißverständnissen, denn die deutschen Namen sind nicht eindeutig und im internationalen Maßstab schon gar nicht zu gebrauchen.

Dieselben Probleme gibt es mit den Koinamen.
Hierbei handelt es sich aber nicht um wissenschaftliche Namen, sondern um japani­sche Bezeichnungen. Der wissenschaftliche Name für alle Koi (Karp­fen) ist Cyprinus carpio.

Die Koi, oder besser gesagt Nishikigoi, sind lediglich Farbvarianten des normalen Wild- bzw. Speisekarpfens, den die Japaner mit Magoi bezeichnen.

Wie erfolgt die Bewertung von Koi?

Wie erfolgt die Bewertung von Koi?

Zunächst muß festgestellt werden, um welche Zuchtform es sich handelt, und in welche der 13 Hauptgruppen ein zu bewertender Koi eingeordnet werden kann. Nur so ist eine Bewertung möglich. Auf Ausstellungen findet man hervorragende, gute und gewöhnli­che Koi. Schlechte Koi sollten nicht ausgestellt werden. Hervorragende Koi (Yugoi) sind sehr selten, davon wird in jedem Jahr höchstens nur einer gezüchtet. Ein hervorragender Koi hat nur Vorzü­ge und keine Mängel. Auf jeden Fall erringt ein solches Tier einen der vorderen Preise. Bei entspre­chender Größe wird er sicher sogar Grand Champion. Gute Koi (Ryogoi) weisen so­wohl gute als auch schlechte Bewertungspunkte auf. Hier­zu gehören die meisten Preis­träger-Kai.

Gewöhnliche Koi (Bongoi) haa ben weder Vor- noch Nach­teile. Bei schlechten Koi (Da­goi) überwiegen die negativen Merkmale.Sie sind nicht wert, Nishikigoi genannt zu werden.

Leider gibt es keine perfekten Koi, außer den schlechten haben alle gute und schlechte Eigenschaften, und zwei völlig gleiche Koi wird man auch nicht finden.

Die Schwierigkeiten bei der Bewertung bestehen nicht in der Ein­schätzung von hervorragenden und schlechten Koi, sondern darin, einen guten dem gewöhnlichen Koi vorzuziehen. Dazu ist unbe­dingt eine positive Einschätzung notwendig, d.h., die guten Eigen­schaften eines Koi müssen entsprechend in den Vordergrund ge­stellt werden. Es darf nicht passieren, daß einem mittelmäßigen (ge­wöhnlichen) Koi der Vorzug gegeben wird, während ein guter Koi mit einem geringen Fehler an zweite Stelle rückt. Deshalb sollen bei einer Koibeurteilung stets nur die guten Punkte beachtet werden; die schlechten Punkte werden nur beim Vergleich von Koi dersel­ben Qualität herangezogen.

Als Anfänger in der Koibewertung läßt man sich im allgemeinen sehr von der Zeichnung eines Koi beeindrucken. Diese spielt aber bei der Bewertung eine relativ untergeordnete Rolle, sie steht an letzter Stelle. So kann z.B. durchaus ein in Form und Farbe hervor­ragender Koi mit einem geringfügigen Zeichnungsmakel Ausstellungs­sieger werden.

Eine gute Bewertung auf einer Ausstellung schlägt sich natürlich auch im Verkaufspreis eines Koi nieder. Außerdem bestimmen aber auch Angebot und Nachfrage den Preis von Koi. So sind mit Sicher­heit neue und schöne Zuchtformen sehr gefragt und deshalb be­sonders teuer.

Die 13 Varietäten der Koi

Die 13 Varietäten der Koi

Edle Koi Arten – Farbenpracht der Nishikigoi

Die 13 Hauptgruppen heißen:

Kohaku, Taisho-Sanshoku, Showa-Sanshoku, Bekko, Utsurimono, Asagi & Shusui, Koromo, Ogon, Hikari-moyomono, Hikari­Utsurimono, Kawarimono, Kinginrin und Tancho. Seit 1997 hat man in Japan Asagi und Shusui sowie Ginrin und Ginrin-Gosanke getrennt.

Koi Karpfen Arten gibt es wahrlich für jeden Geschmack – einfarbig und bunt, schlicht oder mit Glanzschuppen und sogar auch mit effektvollen langen Flossen. Koi-Liebhaber und Züchter unterscheiden ca. 16 große Gruppen von Nishikigoi, in jeder davon – mehrere Zuchtformen.

Hauptkriterium für die Klassifizierung

Die Färbung der Fische, die Größe und Beschaffenheit der Schuppen und der Flossen spielen eine große Rolle. Es gibt keine allgemein gültige Klassifizierung von Nishikigoi! Manche Experten nennen z.B. Doitsu-Koi als eine der Hauptgruppen, für andere ist es nur eine Varietät, die innerhalb von mehreren Hauptgruppen anzutreffen ist. Das Gleiche gilt auch für Butterfly und Tancho-Koi.

1. Asagi – Elegant und weit verbreitet

Asagi Koi war die erste offiziell anerkannte Koi Varietät und ist seit ca. 150 Jahren bekannt und auch heute noch sehr beliebt. “Asagi” bedeutet übersetzt “Blau”, tatsächlich weist dieser Fisch eine schöne blaue Färbung auf, hell auf dem Kopf und wesentlich intensiver (insb. bei ausgewachsenen Asagi) auf dem Rücken. Auffallend sind die weiße Stirn und rote intensive Färbung an den Kiemen, rund um den Maul und auf den Flossen, sowie ein markantes Netzmuster.

Shusui oder Doitsu Asagi gilt für manche Züchter als eine selbständige Gruppe. Diese Koi Art hat wenige großen Schuppen im Rückenbereich, die Färbung unterscheidet sich nicht von anderen Asagi. Als weitere Varietät innerhalb der genannten Gruppe gelten z.B. Hi Asagi mit großen roten Flecken oder der hellblau gemusterte Narumi Asagi, sowie sehr dunkel gefärbter Konjo Asagi.

2. Butterfly-Koi – Attraktiv und ungewöhnlich

Diese Nishikigoi Varietät gehört zu den relativ neuen Züchtungen und fällt durch ungewöhnlich große elegante Flossen auf, die an Schmetterlingsflügel erinnern. Diese Koi werden anders “Drachen-Koi” genannt. In dieser Gruppe sind zahlreiche farbliche Varianten zugelassen, daher dürfen Butterfly-Koi gerne sowohl ein-, als auch mehrfarbig sein.

Je nach der Färbung werden mehrere Untergruppen von Schmetterlings-Koi unterschieden, darunter z.B.:

  • Tancho Butterfly Koi mit einem roten Fleck auf dem Kopf
  • Oder der golden glänzende Gin Rin Butterfly-Koi
  • Sowie z.B. Doitsu Butterfly – Koi mit geringer Schuppen-Anzahl

3. Bekko (Shiro Bekko) – der kontrastreiche Koi

Bei Bekko (Shiro Bekko) dominieren Schwarz und Weiß, dabei ist erwünscht, dass schwarze Flecken “wie ein Pfad in einem japanischen Garten” wirken. Besonders hoch geschätzt werden Bekko mit Schachbrettmuster.

Bei dieser Varietät wird darauf geachtet, dass der Kopf und der Bauchbereich (unterhalb von Mittellinie) frei von schwarzen Markierungen bleiben. Seltene Varietäten sind Aka Bekko (Weiß mit roten Flecken) und Ki Bekko, bei dem die Flecken gelb sind. Außerdem sind Butterfly Bekko und Gin Rin Bekko mit golden glänzenden Schuppen bekannt.

4. Doitsu Koi – der Deutsche unter den Japanern

Doitsu Koi ist ein Nishikigoi mit nur wenigen Schuppen im Rückenbereich, benannt nach dem Spiegelkarpfen, dem “deutschen” Fisch aus der Sicht der Japaner. Zum einen gelten Doitsu als eine selbständige Untergruppe, zum anderen finden sich in so gut wie jeder der großen Zuchtgruppen auch Doitsu Koi, dessen Hauptmerkmal die fast schuppenfreie Haut ist.

5. Goshiki Koi – fünf Farben der Pracht

Übersetzt bedeutet “Goshiki” – “Fünf Farben”, obwohl es nicht immer einfach ist, bei einem Fisch alle fünf Farben (Weiß, Schwarz, Rot, Blau und Lila) klar zu unterscheiden. Diese Varietät ist aus der Kreuzung vom raren Aka Bekko und Asagi Koi entstanden.

Rot ist die dominierende Farbe bei Goshiki Koi, charakteristisch sind außerdem helle Konturen von jeder Schuppe. Außerdem fällt der Tannenzapfenmuster auf, das sich über den ganzen Körper ausbreitet. Zu den Zuchtformen innerhalb dieser Gruppe zählen z.B. Tancho Goshiki, Gin Rin Goshiki (der “glanzvolle” Goshiki) oder Shiro Goshiki mit markanten schwarzen Flecken.

6. Hikari Utsurimono – Nishikigoi mit metallischem Glanz

Diese Koi Varietät hat glänzende Schuppen und ist zweifarbig. Hikari Utsurimono sind entstanden, als Ogons mit Utsurimono Koi gekreuzt wurden. Die Grundfarbe ist Schwarz mit jeweils weißen, roten oder gelben Flecken. Wenn die Schuppen von diesem Koi Fisch in Gold glänzen, wurde bei der Zuchtform ein Yamabuki Ogon eingekreuzt, wenn die Schuppen einen silbernen Glanz aufweisen, dann war es der Platinum Ogon. Zu den Formen von dieser Koi Varietät zählen u.a. Kin Ki Utsurimono mit gelber Zeichnung, Kin Hi Utsurimono mit roter Zeichnung oder Doitsu Utsurimono.

7. Hikarimojo – Noch mehr Metallic-Farbe

Hikarimojo sind ebenfalls Nishikigoi mit metallischem Glanz. In diese Gruppe gehören alle Koi, die durch Einkreuzung von Ogon entstanden sind, außer Utsurimono (Kreuzung von Ogon und Utsurimono wird Hikari Utsurimono genannt – s.o.). Bei den Untervarianten sind z.B. Yamatonishiki (ein Sanke Koi mit metallischem Glanz), Kikusui (metallisch glänzender Kohaku), Hariwake (weißer Koi mit schöner orangener Zeichnung) oder auch Butterfly Hikarimojo (Koi mit langen Flossen) zu nennen. Selbstverständlich darf auch in dieser Gruppe ein Doitsu Hikarimoyo nicht fehlen.

8. Kawarimono – Nicht alles, was glänzt, ist Gold

Kawarimono Koi ist eine große Gruppe von Nishikigoi, in die ein- oder mehrfarbige Karpfenfische ohne metallischen Glanz gehören. Eine der beliebtesten Varietäten sind Chagoi – schnell wachsende und besonders gesellige braune Koi, die meistens als erste zahm werden. In elegantem Grau erscheinen Sorigoi, einfarbig rot sind Aka Muji und Benigoi, weiß ist Shiro Muji, schwarz mit hellen Flossenspitzen ist Karashigoi. Es werden auch viele weiteren Linien gezüchtet, um diese zu erwähnen, fehlt hier der Platz.

9. Kinginrin – Ein weiteres Glanzstück

Kinginrin sind Koi mit glänzenden Schuppen, dabei reichen nur eine bis zwei Reihen von Glanzschuppen, um einen Nishikigoi als Kinrin (Goldglanz) oder Ginrin (Silberglanz) zu bezeichnen. Unterschied zu den Koi mit metallischen Schuppen besteht darin, dass Schuppen von Kinrin oder Ginrin keine Farbe Metallic aufweisen, sondern nur stark reflektierend sind.

Meistens ist es möglich, beim genauen Hinsehen die beiden Varietäten auseinander zu halten. Neben den Zuchtformen, die sich durch ihre Färbung unterscheiden und dementsprechend z.B. Ginrin Showa oder Kinrin Sanke heißen, klassifizieren viele Züchter Kinginrin Koi nach der Beschaffenheit der reflektierenden Schuppen: z.B. bei Beta Gin glänzt die ganze Schuppen, bei Kado Gin – nur der Schuppenrand.

10. Kohaku – Nishikigoi in Rot und Weiß

Diese zweifarbigen Koi gehören zu den verbreitetsten Varietäten und sind seit ca. 200 Jahren bekannt. Bei diesen Koi wird das klare Weiß ohne Beimischung von Gelb hoch geschätzt, auch Rot darf nicht gelblich wirken. Rote Flecken sollen dominieren und etwa 2/3 des Körpers von Kohaku bedecken. Besonders beliebt sind natürlich Tancho Kohako, außerdem werden z.B. Sandan und Yondan Kohaku mit jeweils drei bzw. vier roten Flecken am Körper oder Butterfly (Hirenaga) Kohaku mit langen Flossen gerne gezüchtet.

11. Koromo (Goromo) – Kreuzung von Asagi und Kohaku

Dieser Nishikigoi ähnelt dem beliebten Kohaku, weist aber auch schwarze Flecken auf. Die Grundfarbe ist i.d.R. Weiß, der Hauptunterschied zu Kohaku besteht in blauen oder schwarzen Markierungen auf jedem roten Schuppen. Zu den bekannten Zuchtformen zählen z.B. Budo Koromo – Koi mit einer intensiv roten Zeichnung, die eine Ähnlichkeit mit Trauben hat, oder Ai Koromo (Goromo) mit schönem Netzmuster in Rot-Blau, sowie Sumi Koromo mit der effektvollen Färbung, wenn schwarze Schuppen auf dem roten Hintergrund erscheinen. Auch Tancho Koromo (Goromo) und Butterfly Koromo sind bekannt.

12. Ogon – Einfarbig und glanzvoll

Ogons fallen dank den metallisch glänzenden Schuppen sofort auf. Diese Nishikigoi werden von den Züchtern gerne benutzt, um weitere “glanzvolle” Zuchtformen zu entwickeln. Bei den Ogons werden Yamabuki Ogon mit goldenem Glanz und Purachina (Platinum) Ogon mit hellen Schuppen und Silberglanz unterschieden. Der Kopf eines Ogon ist frei vom Netzmuster. Bei beiden Zuchtformen gibt es u.a. Doitsu (Mizhuho Ogon) oder Butterfly Ogon Varietäten.

13. Sanke (Taisho Sanshoku) – Drei schöne Farben

Sanke Koi ist dreifarbig (weiß, rot und schwarz), dabei ist Weiß die Grundfarbe (nicht unbedingt aber die dominierende Farbe!). Das wichtigste Merkmal ist das Fehlen von schwarzen Markierungen auf dem Kopf des Fisches. Das Muster von Sanke ist dem von Kohaku ähnlich und eben diese Ähnlichkeit wird bei den Züchtern hoch geschätzt. Interessanterweise zeigt der rote Aka Sanke gar keine weiße Färbung. Tancho Sanke hat einen roten Fleck auf dem Kopf, Budo Sanke weist ein Traubenmuster auf. Auch Doitsu und Butterfly Zuchtformen sind in dieser Gruppe vorhanden.

14. Showa (Showa Sanshoku) – Dreifarbiger Koi

Showa unterscheidet sich von Sanke v.a. dadurch, dass bei diesen Fischen Schwarz die Grundfarbe bildet. Wie bei Sanke bedeutet dies aber nicht, dass die Fische schwarz sind, gerade bei modernen Zuchtformen fallen recht viele weiße Flecken auf. Wichtig ist außerdem, dass alle drei Farben auf dem Kopf von dem Nishikigoi vereint sind. Unter den verbreiteten Formen von Showa sind z.B. Koromo Showa, Tancho Showa, Gin Showa (Koi mit metallischem Glanz) oder auch der (fast) schuppenlose Doitsu Showa zu nennen.

15. Tancho – Nippon im Kopf

Tancho gilt zum einen als eine der Hauptgruppen, zum anderen sind Tancho Zuchtformen in fast allen anderen Gruppen von Nishikigoi zu treffen. Das Hauptmerkmal ist natürlich der intensiv rote Fleck auf dem Kopf des Fisches, der auch möglichst rund ist – Auf dem weißen Hintergrund sieht er wie die Nationalflagge vom “Land der aufgehenden Sonne” aus.

16. Utsuri (Utsurimono) – Zweifarbig mit Schwarz als Grundfarbe

Dieser Koi wirkt harmonisch und elegant. Die meisten Züchter unterscheiden drei Varietäten von diesem Nishikigoi. Shiro Utsuri hat seinem Namen entsprechend (“Shiro” heißt “Weiß”) weiße Zeichnung auf dem schwarzen Hintergrund. Ki Utsuri (auch Kage Ki Utsuri) weist klare gelbe Zeichnung auf, Hi Utsuri – eine rote Zeichnung. Selbstverständlich gibt es auch in dieser Gruppe u.a. ausgefallene Butterfly-Koi.

Bei diesem kurzen Überblick war es leider nicht möglich, alle Koi Arten vorzustellen, es wurden nur die wichtigsten Hauptgruppen und einige beliebten Zuchtformen genannt.

Können Sie die 5 Varietäten auf dem Foto zuordnen?

Wie erlernt man die Koibeurteilung am besten?

Wie erlernt man die Koibeurteilung am besten?

Zunächst ist es natürlich wichtig, die Charakteristika der einzel­nen Zuchtformen für eine Koibeurteilung zu kennen. Diese müssen zunächst ganz theore­tisch erlernt werden. In der Praxis ist es als Anfänger dann trotzdem sehr schwierig, einen Koi als Einzelstück zu beurteilen. Gewöhnlich konzentriert man sich dabei zu sehr auf Einzelheiten und verliert den Gesamtüberblick.

Die beste Möglichkeit der Beurteilung ist immer noch der Ver­gleich. Aber auch dazu gehört sehr viel Übung. Man sollte jede Gelegenheit wahrnehmen, um für sich Koi durch Vergleich zu beur­teilen, indem man z.B. Koi bei anderen Liebhabern und bei Händ­lern versucht, einzuschätzen. Dabei sollte die Orientierung an wert­vollen Koi geschehen. Es hat wenig Sinn, die eigenen Koi mit schiechteren zu vergleichen. Man muß „ohne Scheuklappen“ die Schwach­stellen der eigenen Koi erkennen können.

Sehr wichtig für die Beurteilung von Koi ist der Besuch von Aus­stellungen. Hier sollte versucht werden, die Beurteilung der einzel­nen Koi durch die Wertungsrichter privat nachzuvollziehen. Dabei wird man zunächst sicher sehr oft vor Rätsel gestellt. Im Zweifelsfall kann ein Wertungsrichter gebeten werden, sein Urteil zu begründen. Wenn es möglich und gestattet ist, sollte man vielleicht auch einmal mit den Bewertungsrichtern mitgehen, die Bewertung beob­achten und versuchen, im Stillen mitzuwerten, ohne natürlich zu stören. Trotz allem ist der Weg lang, bis jemand in der Lage ist, Koi so einzuschätzen, daß seine Bewertung mit denen der Wertungs­richter übereinstimmt.

Merke: Die Körperform eines Koi läßt sich nicht eindeutig nach einer Fotografie beurtei­len. Die Fotografie stellt eine Momentaufnahme- meistens während der Bewegung des Fisches – dar, dadurch erscheint die Körperhaltung oft sehr ungünstig. Das muß man wissen, weil Koi oft nach einer Fotografie beim Händler bestellt werden.