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Mitte/Ende der 1990er Jahre wurden Koi in Europa salonfähig. Da haben sich die Teichbesitzer über die Schönheit der Tiere gefreut und später über die Algen geärgert. Egal, ob der Teich in der Vollsonne steht oder gut beschattet wurde und unabhängig von den Formen und der Tiefe – die Algen waren überall. Auch in Innenräumen waren die Algen und wurden somit als Koistaatsfeind Nr. 1 erklärt. Die Koiliebhaber haben dann mit einen Blick nach Japan geschaut, wie dort mit dem Problem umgegangen wird. Aufgrund des weichen Wassers und des tiefen PH Wert waren Algen ein weit geringeres Problem. Ein Mittel namens „Trumo up“ wurde schnell in großer Menge importiert, bis man mitbekommen hat, dass dieses hochgiftig ist und schnell in der EU verboten wurde.

Kupferionen und Salzsäure Dosierungsanlagen

Jede Menge neue Möglichkeiten wurden versucht und ausprobiert. Zwei Methoden können wir Ihnen, wie gerade ein aktueller Fall in Lingen zeigt, auf keinen Fall empfehlen. Das eine ist eine Kupferionen zu Dosierung, was in Europa zu ein Koi-Massensterben geführt hat. Das andere sind Salzsäure Dosierungsanlagen. Die Karbonathärte im Wasser wird eliminiert und geht gegen Null. Wenn der KH-Wert weg ist tendiert der PH Wert nach unten durch wasserchemische Prozesse und der Nitrifikation. Bei einen PH Wert von 7 fehlt der Alge ein Stoff und das ist auch in Japan der Fall. Die Japaner kennen das Problem der Algen nicht.
Der Algenrasen am Teichrand reduziert sich dann auch einen halben Zentimeter an der Teichwand. Das ist schön aber wer die Steuerungstechnik kennt oder weiß wie kompliziert die Steuerungen sind hat Verständnis dafür das der Hersteller diese für Koiteiche nicht für 4000 Euro zu bauen kann. Auch dann nicht, wenn diese 100%ig Betriebssicher (kaputte Sonden, schmutzige Durchflussgeber, Membranen, etc.) sein sollen.

Effektiv gegen Algen vorgehen

Die einzig effektive Weise gegen Algen vorzugehen ist das Aufsalzen des Teiches. Sobald die Algen kommen salzen wir unsere Becken auf 0,5 Prozent hoch. Das sind 5 Kilo je 1000 Liter Wasservolumen. Das tötet die Alge ab und reicht in der Regel eine Dosierung im Frühjahr und reicht bis in den Herbst aus. Solange sollte der Teich Algenfrei sein. Sollten die Algen noch einmal aufblühen und sich durchsetzen kann man noch einmal nach dosieren. Die Salzdosierung schleicht sich mit den wöchentlichen Wasserwechsel aus.
Zum anderen können Sie auch mit Algenvernichter arbeiten. Diese Pflegeprodukte sind nachweislich nicht giftig für die Tiere oder haben andere negative Nebeneffekte.

Alle anderen Wege wie zum Beispiel Sonnensegel, große Schirme oder groß gepflanzte Bambusse für eine Schattierung helfen nicht. Die Algen gehen dadurch nicht weg und die Teiche werden nicht warm und darum kann das auch nicht der richtige Weg sein. Große Frischwasserwechsel tun den Fischen gut, aber Sie können nachweislich die Alge an sich nicht bekämpfen. Diese haben immer genügend Stoff und Licht.