Herkunft

Die Herkunft des Nishikigoi

Die Koiherkunft ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Fest steht lediglich, dass er nicht aus Japan stammt. Dorthin wurde erst später importiert. Man vermutet, dass koreanische Mönche den Koi nach Japan brachten. Vielleicht wurde er auch beim Einmarsch der Chinesen in Japan importiert?

Im 11. Jahrhundert vor Christus verwendete man in chinesischen Schriften erstmals die Bezeichnung „Farbkarpfen“. Diese Schriftstücke, in denen hauptsächlich die Zucht der Flusskarpfen beschrieben wird, sind ein frühes Indiz für die Herkunft der Koi aus China.

Doch bisweilen nimmt die Wissenschaft auch an, dass der Koi aus dem Schwarzen Meer, aus dem kaspischen Meer oder aus dem Aralsee kommt. Am wahrscheinlichsten ist jedoch nach wie vor seine Herkunft aus China.

Das Problem bei der Erforschung der Herkunft des Kois ist sein Name. Denn „Koi“ bzw. „Goi“ heißt auf Japanisch nichts anderes als „Karpfen“; ob es sich dabei um einen farbigen Karpfen, den wir in Deutschland „Koi“ nennen, handelt, ist bei dieser Bezeichnung nicht eindeutig zu klären. Nur mit dem Zusatz „Nishiki“ lässt sich der Karpfen eindeutig als Farbkarpfen identifizieren.

Die Züchtung des Kois wurde über viele Jahre -sowohl in China als auch in Japan- sehr intensiv betrieben. Möglicherweise erhielt der Koi seine bunte Färbung durch einen „Genfehler“, der dann durch intensive Züchtung weitervererbt wurde.

Durch natürliche Farbmutation hatten die ersten Kois wahrscheinlich eine rote Färbung. Jüngere Aufzeichnungen aus dem 17. Jahrhundert stammen schließlich aus Japan, aus der Region Niigata. Dort wurde der Koi gezüchtet, um den Nahrungsbedarf der Bevölkerung zu decken. Bei dieser sehr systematischen Züchtung entstanden auch die heute bekannten Koiarten, wie beispielsweise der Asagi.

Nur langsam verbreiteten sich die Farbkarpfen und gewannen an Aufmerksamkeit. Erst mit der Taisho-Ausstellung 1914 wurden Kois auch einem größeren Publikum vorgestellt und schnell fanden sich Liebhaber der bunten Karpfen. In der Folge boomte der Handel mit Koi-Karpfen und schon bald wechselten sie für hohe Beträge den Besitzer.

Zeitweise wurde der Handel mit Koi-Karpfen sogar verboten, da der er immer mehr zum Spekulationsgeschäft ausartete. Dennoch fanden sich auch in dieser Zeit immer wieder Menschen, die ihre Koi-Karpfen weiterhin verkauften, denn anders konnten viele Teile der Bevölkerung nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Später wurden Kois sogar zum Nationalheiligtum erklärt.

Heute zählt der Koi-Karpfen zu den teuersten Zierfischen der Welt.

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